11. Mai 2019

Matera – Europäische Kulturhauptstadt 2019

Matera - Foto: L. Manthey
Matera, Foto: L. Manthey
Die süditalienische Stadt Matera ist  Kulturhauptstadt Europas 2019. Es bietet sich daher an, im Rahmen der Unterrichtseinheit "Nord-Süd-Gegensatz" die Stadt in der Basilicata als Beispiel herauszustellen, wie der Wandel von einem symbolisch für die Zurückgebliebenheit Süditaliens stehenden Ort zu einem Vorreiter der europäischen Kultur gelingen konnte.
Während in den 50-er Jahren des 20. Jahrhunderts die Höhlenwohnungen ("i Sassi") von Matera als "Schande Italiens" angesehen und daher evakuiert wurden, sieht man heute die 5000-jährige Geschichte des Ortes und die außerordentliche Kulisse der UNESCO-Weltkulturerbestätte als kulturellen Reichtum an: Die Sassi dienten nicht nur mehreren Filmen als Szenerie, inzwischen hat man sie durch die Ansiedlung von Hotels, Werkstätten und Geschäften wiederbelebt. Außerdem versucht man, das Viertel durch umfangreiche Restaurierungsarbeiten vor dem Verfall zu retten und die Kunstschätze wie z.B. die Höhlenkirchen zu bewahren.

Auch die Stadt Matera selbst hat eine positive Entwicklung erlebt: Obwohl der Ort sehr abgelegen liegt, hat sich hier ein blühendes kulturelles Leben entwickelt, welches auch positive Ausstrahlungen auf das wirtschaftliche und soziale Zusammenleben zeigt. Bei einer Untersuchung der Università di Sapienza di Roma zur Lebensqualität in italienischen Städten von 2018 erhält Matera den ersten Platz unter den süditalienischen Städten. Im nationalen Vergleich steht Matera an 42. Stelle, unmittelbar nach Ferrara und vor Bologna.

Das Fachportal Italienisch bietet zur Umsetzung im Unterricht Anregungen und Arbeitsmaterialien zum Thema an.

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